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Erzeugerpreise (PPI)

MakroPPIErhöht
6,4%
+0,76%(M)
Historisches Perzentil
NiedrigExtrem
89. Perzentil
der letzten 14 Jahre
12M-Trend
+3,7 PP
Hist. Durchschnitt
2,7%
52W-Hoch
6,4%
52W-Tief
2,4%

Die Erzeugerpreis-Inflation von 6,4% ist deutlich erhöht und wirkt mit Verzögerung häufig auf die Verbraucherpreise durch.

Quelle: FRED (PPIFIS, units=pc1) · Stand: 01.05.2026
< 0%Deflation

Fallende Erzeugerpreise. Historisch ein Zeichen schwacher Nachfrage; geht oft mit nachlassendem Inflationsdruck auf Verbraucherebene einher.

0–2%Niedrig

Geringe Erzeugerpreis-Inflation. Entspannte Kostensituation entlang der Lieferkette.

2–4%Normal

Erzeugerpreise im historischen Normalbereich. Die Richtung über mehrere Monate ist aussagekräftiger als der Einzelwert.

4–7%Erhöht

Deutlich erhöhter Erzeugerpreisdruck entlang der Lieferkette.

> 7%Extrem

Stark erhöhte Erzeugerpreis-Inflation, historisch nur in ausgeprägten Inflationsphasen.

Der Producer Price Index (PPI) misst die Preise, die Produzentenfür ihre Erzeugnisse erhalten, also Preise auf der Großhandels-/Herstellerebene, bevor sie den Verbraucher erreichen. Das U.S. Bureau of Labor Statistics erhebt ihn monatlich. Angezeigt wird die „Final Demand“-Variante als Vorjahresrate (%).

Warum relevant für Investoren: Der PPI gilt als Frühindikator für die Verbraucherinflation (CPI). Steigende Erzeugerkosten werden oft mit Verzögerung an die Endkunden weitergegeben.

PPI vs. CPI: Der PPI misst Preise am Anfang der Lieferkette (Produzenten), der CPI am Ende (Verbraucher). Der PPI ist volatiler, denn er reagiert direkter auf Rohstoff- und Energiepreise.

Läuft der PPI dem CPI voraus, deutet das auf zukünftigen Inflationsdruck (oder dessen Nachlassen) hin. Eine wachsende Lücke zwischen beiden zeigt, ob Produzenten steigende Kosten weitergeben können oder ihre Margen schrumpfen.

2022Erzeugerpreis-Spitze~+11,7%

Lieferkettenchaos und Energiepreisschock trieben die Erzeugerpreise auf den höchsten Stand der Final-Demand-Reihe, ein Vorbote der CPI-Spitze.

2023–2024Rasche Disinflation→ ~2%

Erzeugerpreise normalisierten sich deutlich schneller als die Verbraucherpreise, als sich Lieferketten und Energiemärkte entspannten.

2015–2016Phase der Deflation< 0%

Einbrechende Öl- und Rohstoffpreise drückten den PPI zeitweise unter null, ein Ausdruck schwacher globaler Nachfrage.

2010–2019Niedriger Kostendruck~1–3%

Erzeugerpreise im historischen Normalbereich, im Einklang mit moderater Verbraucherinflation.