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US-Leitzins

MakroFedNormal
3,63%
Stabil(M)
Historisches Perzentil
NiedrigExtrem
74. Perzentil
der letzten 20 Jahre
12M-Trend
−0,70 PP
Hist. Durchschnitt
4,60%
52W-Hoch
4,33%
52W-Tief
3,63%

Mit 3.63% bewegt sich der US-Leitzins im normalen Bereich. Das Zinsumfeld ist ausgeglichen.

Quelle: FRED (FEDFUNDS) · Stand: 01.05.2026
< 1%Niedrig

Historisch außergewöhnlich niedriges Zinsniveau. Kreditkonditionen sind sehr günstig.

1–4%Normal

Ausgeglichenes Zinsumfeld im historischen Normalbereich.

4–5,5%Restriktiv

Erhöhtes Zinsniveau. Kredite und Finanzierung werden spürbar teurer.

> 5,5%Stark restriktiv

Historisch selten erreichtes, stark restriktives Zinsniveau.

Der US-Leitzins (Federal Funds Rate) ist der Zinssatz, zu dem Banken sich gegenseitig über Nacht Reserven leihen. Die Federal Reserve legt dafür einen Zielkorridor fest (z. B. 3,50–3,75%) und steuert damit indirekt alle anderen Zinssätze der US-Wirtschaft, von Hypotheken über Unternehmenskredite bis hin zu Sparkonten. Der hier gezeigte Wert ist die effektive Rate, also der tatsächliche Marktzins innerhalb dieses Korridors. Die zugrunde liegende Reihe reicht bis 1954 zurück.

Warum relevant für Aktien: Höhere Zinsen erhöhen den Diskontierungssatz zukünftiger Gewinne und machen Anleihen relativ attraktiver. Niedrige Zinsen wirken umgekehrt als Rückenwind.

Für Märkte ist die Richtung der Zinsen oft wichtiger als das absolute Niveau. Steigende Zinsen signalisieren geldpolitische Straffung und belasten Bewertungsmultiples, auch wenn das Niveau noch niedrig erscheint. Fallende Zinsen wirken als Rückenwind, selbst wenn sie von hohem Niveau kommen.

Dailybias leitet die Richtung aus der Veränderung zum Vormonat ab: Eine Änderung von mehr als 5 Basispunkten gilt als steigend oder fallend. Geringere Veränderungen werden als stabil gewertet.

2022–2023Aggressivste Straffung seit 40 Jahren0% → 5,5%

Die Fed erhöhte in 11 Schritten von 0% auf 5,5%, die schnellste Straffung seit Paul Volcker. Technologieaktien verloren massiv.

2020Notfallsenkung auf Null1,75% → 0%

Die Fed senkte innerhalb von Wochen auf Null, um die COVID-Wirtschaftskrise abzufedern. Massiver Aktienmarkt-Rally folgte.

2008–2015ZIRP nach Finanzkrise0–0,25%

Zero Interest Rate Policy über sieben Jahre. Struktureller Rückenwind für Aktien, insbesondere Wachstumstitel.

1981Volcker-Schock20%+

Paul Volcker erhöhte auf über 20%, um die Hyperinflation zu brechen. Zwei aufeinanderfolgende Rezessionen folgten.

2004–2006Graduelle Straffung1% → 5,25%

Schrittweise Erhöhung über zwei Jahre. Immobilienblase wurde weiter aufgepumpt, bis 2008.