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Inflation (CPI)

MakroCPIErhöht
4.17%
+0,39%(M)
Historisches Perzentil
NiedrigExtrem
87. Perzentil
der letzten 20 Jahre
12M-Trend
+1,8 PP
Hist. Durchschnitt
3,5%
52W-Hoch
4,2%
52W-Tief
2,4%

Die Inflation beträgt 4,2%. Historisch hat erhöhte Inflation Zinserhöhungsdruck erzeugt und war typischerweise mit restriktiver Geldpolitik verbunden.

Quelle: FRED (CPIAUCSL, units=pc1) · Stand: 01.05.2026
< 0%Deflation

Sinkende Preise. Historisch ein seltener Zustand, der reale Schuldenlasten erhöht und Konsum sowie Investitionen bremst.

0–2%Niedrig

Preisstabilität im Zielbereich der Fed (rund 2%).

2–3%Leicht erhöht

Inflation leicht über dem Fed-Ziel. Die Richtung über mehrere Monate ist aussagekräftiger als der Einzelwert.

3–5%Erhöht

Deutlich über dem Fed-Ziel. Erhöhte Inflation hat historisch Zinserhöhungsdruck erzeugt.

> 5%Extrem

Stark erhöhtes Inflationsniveau, historisch nur in ausgeprägten Inflationsphasen erreicht.

Der Consumer Price Index (CPI) misst die Veränderung des Preisniveaus eines repräsentativen Warenkorbs (Lebensmittel, Energie, Mieten, Dienstleistungen) gegenüber dem Vorjahr. Das U.S. Bureau of Labor Statistics (BLS) erhebt ihn monatlich. Der angezeigte Wert ist die YoY-Veränderungsrate (%), nicht der absolute Indexstand.

Warum relevant für Investoren: Inflation ist einer der wichtigsten Treiber der Fed-Politik. Zu hohe Inflation erzwingt Zinserhöhungen und belastet Bewertungsmultiples. Zu niedrige Inflation erlaubt Zinssenkungen und wirkt als Rückenwind.

Disinflation bedeutet, dass die Inflationsrate fällt, z.B. von 7% auf 4%. Die Preise steigen noch, aber langsamer. Für Märkte ist das bereits positiv: der Zinsdruck lässt nach, auch wenn die Rate noch über 2% liegt.

Deflation (Rate unter 0%) ist hingegen historisch gefährlich: Sinkende Preise verleiten Konsumenten zum Abwarten, erhöhen reale Schuldenlasten und können sich selbst verstärken. Die Fed kämpft aktiv gegen Deflation.

Fazit: Die Richtung der Inflationsrate ist genauso wichtig wie der Absolutwert. Fallende Inflation bei noch hohem Niveau (Disinflation) ist ein deutlich positiveres Signal als stagnierende Inflation auf erhöhtem Niveau.

2022Post-COVID Inflationsspitze9,1%

Höchster CPI-Wert seit 1981. Ausgelöst durch Lieferkettenprobleme, Energiepreisschock und Nachholkonsum. Fed reagierte mit schnellsten Zinserhöhungen seit 40 Jahren.

2023–2024Disinflation9% → 3%

Deutlicher Rückgang ohne schwere Rezession, seltenes 'Soft Landing'. Märkte honorierten den Rückgang mit starken Kursgewinnen.

2008–2009Finanzkrise: kurze Deflation−2,1%

CPI fiel kurz unter null. Die Fed senkte die Zinsen auf null und startete QE, um Deflationsspirale zu verhindern.

1980Volcker kämpft gegen 14% Inflation14,8%

Fed-Chef Volcker erhöhte die Zinsen auf 20%, um die Inflation zu brechen. Zwei Rezessionen folgten, aber langfristig wurde die Preisstabilität wiederhergestellt.

2010–2020Jahrzehnt niedriger Inflation< 2%

Zehn Jahre unter oder nahe dem Fed-Ziel. Strukturelle Disinflation durch Globalisierung und Technologie.